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Fehler

Spukende Software hatte dafür gesorgt, dass die letzten paar Beiträge für einige nicht auf der Startseite zu sehen waren. Das sollte jetzt behoben sein. Danke an Tilmann für den Hinweis!

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Kredit per SMS

Dass ein Kredit mit 360% effektivem Jahreszins kein gutes Geschäft ist, sollte selbstverständlich sein. Ist es aber leider nicht.

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Segways sind Fahrräder

Ich würde ja sehr gerne einmal so ein Ding fahren: das selbststabilisierende Zweirad, das sich Segway nennt. (Bilder)

Und bald wird es hierzulande auch erlaubt sein, damit herumzukurven. Die schwedische Verkehrsbehörde Vägverket hat sich nämlich dazu durchgerungen, Segways als “Fahrräder Klasse II” einzustufen und nicht wie bisher als Moped. Das heißt, dass Registrierung und Helmpflicht in Zukunft wegfallen.

Man mag meinen, dass die Ähnlichkeit zu Fahrrädern eher gering ist, aber immerhin haben sie auch nur zwei Räder – im Gegensatz zu elektrischen Rollstühlen, die auch als “Fahrrad Klasse II” gelten.

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Kehrtwende?

Wenn man die Sache wohlgesonnen auslegt, kann man sagen, dass die schwedische Politik undogmatisch agiert und bei veränderten Rahmenbedingungen ihre Meinung ändert. Ein Kritiker könnte dagegen Zynismus unterstellen.

Anders Borg, der schwedische Finanzminister, argumentiert heute morgen in einem Debattartikel, dass man die Abgaben für die verschiedenen Arbeitslosenkassen senken soll, damit wieder mehr Leute Mitglied werden. Das sei wichtig, weil man mit der schwächeren Konjunktur bald mehr Arbeitslose erwarte.

Dass die bürgerliche Regierung als eine ihrer ersten Taten vor knapp zwei Jahren die A-kassa nicht mehr steuerlich absetzbar und damit für alle viel teurer machte, wodurch die massenhaften Austritte erst verursacht wurden, erwähnt Borg natürlich nicht. In Schweden sind die Arbeitslosenkassen an die zahllosen Gewerkschaften gekoppelt und die Mitgliedschaft ist freiwillig. Es wäre nicht überraschend, wenn es in Schweden bald viele Arbeitslose ohne Schutz gibt. Und das im einst so hochgelobten Sozialstaat.

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Wort der Woche: Snälltåg

Snäll bedeutet “nett”.
Snabb bedeutet “schnell”.
Tåg beudeutet “Zug”.

Trotzdem ist ein “Schnellzug” auf Schwedisch ein snälltåg, vermutlich eine Art “phonetische Übersetzung” aus dem Deutschen. Das Wort verwendet man aber nicht mehr so oft, sondern man benennt die Art des Zuges, also X2000, so wie man im Deutschen sagt “ich fahre ICE” anstatt “Schnellzug”.

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Grelle Plastikschuhe

Wie ich diesem Artikel entnehme sind Crocs in Deutschland erst diesen Sommer richtig populär geworden.

In Schweden sieht man diese Dinger schon seit ein paar Jahren viel häufiger als einem lieb ist. Ich glaube aber, dass der Trend dabei ist, abzuflauen. Hierzulande sagt man nicht Crocs sondern Foppatofflor. Dieser Name kommt vom Eishockeyspieler Peter Forsberg mit Spitznamen Foppa. Es war Forsberg, der diese Pantoffeln (schw. tofflor) während einer Verletzung trug und dessen Firma sie nach Schweden importiert hat.

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Keine Zwerge, Katzen!

Radio Schweden schreibt:

Ein Gartenzwerg ist ein deutlicher Hinweis auf schlechten Geschmack. Dieser Meinung ist die überwiegende Mehrheit der Schweden.

Gut so. Nichtsdestotrotz sieht man in letzter Zeit immer häufiger etwas Ähnliches an schwedischen Einfahrten, nah am Straßengraben: eine schwarz angemalte Katzensilhouette aus Sperrholz, teilweise sogar mit Reflexaugen. Ich nehme an, dass damit Autofahrer erschreckt und zum langsam Fahren ermahnt werden sollen.

Allerdings sind die Aufsteller dieser Dinger entweder kurzsichtig oder in Wahrheit Katzenhasser. Denn nach mehrmaligem falschen Alarm dürften sich Autofahrer an den Anblick gewöhnen. Und dann auch nicht mehr für echte Katzen bremsen.

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Bitte keine diskriminierenden Einladungen!

Ich durfte gestern schon auf Englisch schmunzeln, jetzt steht es auch auf Tagesschau.de: In Schweden darf man Einladungen zum Kindergeburtstag nur in der Schule austeilen, wenn man alle Klassenkameraden einlädt.

Beim zweiten Mal lesen finde ich das noch weniger übertrieben oder gar lächerlich als beim ersten Mal. Mobbing und Ausschluss der “Uncoolen” zu demotivieren, ist gut.

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Halbe Wörter

Schwedische Abkürzungen hatten wir ja schon. Zusätzlich kommt es häufig vor, dass man ein Wort einfach auf einen Teil desselben verkürzt. So wie das “Automobil” in Deutschland zum “Auto” wurde, setzte sich hierzulande die letzte Silbe durch: man fährt bil.

In einigen Fällen, wie beim bil, hat die Kurzform die lange vollständig ersetzt. In anderen ist die Verkürzung nur im gesprochenen Schwedisch zu Hause. Ein paar Beispiele, einige weniger lustig als andere:

  • Biograf wird zu bio, zu Deutsch “Kino”.
  • Rea liest man oft in Schaufenstern und bedeutet “Ausverkauf”. Es ist die Kurzform von realisation.
  • Man sagt pers (sprich: “persch”) anstatt personer.
  • Die repetition (“Wiederholung”, aber auch “Probe”) wird zur rep. Mit genrep meint man kein “Gen-Seil” (rep bedeutet auch Seil), sondern eine “Generalprobe”.
  • Fotografera ist den Schweden zu lang, man fotar lieber. Das ist nicht mit “füßeln” zu übersetzen, auch wenn fot das schwedische Wort für “Fuß” ist.
  • Ex ist als Kurzform von exemplar sehr gebräuchlich. Seine(n) Ex-Partner(in) kann man ebenso mitt ex nennen.
  • Mens ist die übliche Abkürzung der Menstruation.
  • Der Kühlschrank, kylskåpet, wird im Allgemeinen kylen genannt. Analog dazu frysen, die “Gefreiertruhe”. Frysskåp sagt man kaum noch.
  • El bedeutet “Strom”, natürlich von elektricitet.
  • Zuletzt das Wort, das den Anstoß für diese Liste gegeben hat: *livs*, wörtlich “Lebens”. Da fehlt natürlich die zweite Hälfte eines zusammengesetzten Wortes. Diese ist aber weder ”-versicherung” noch ”-gefahr”, sondern ”-mittel”. *Livs* steht für *livsmedel* und man liest das oft auf Schildern über kleineren Lebensmittelgeschäften.

    Andere Beispiele wie immer gern in die Kommentare. Ich bin mir sicher, dass es noch mehr gute gibt, die mir nur gerade nicht einfallen.
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Alle Jahre wieder

Gestern war die Premiere von Allsång på Skansen und -2.300.000- 3.300.000 Leute, also jeder -vierte- dritte Mensch in Schweden, hat es im Fernsehen gesehen. Vielleicht schalte ich dieses Jahr ja auch mal ein…

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